Papierjunge – Kristina Ohlsson

Der Thriller „Papierjunge“, geschrieben von Kristina Ohlsson, erschien am 29.02.2016 im Limes Verlag und umfasst in der Hardcoverausgabe 565 Seiten.

Zum Inhalt:

Eine Erzieherin wird erschossen und zwei kleine, zehnjährige Jungen verschwinden Spurlos – gibt es einen Zusammenhang?

Alex Recht und Fredrika Bergmann ermitteln bezüglich dem Verschwinden der beiden jüdischen Jungen – war es wirklich der Papierjunge und was steckt eigentlich hinter diesem Mythos. Um dem Ganzen auf die Spur zu kommen, reist Fredrika nach Israel und kommt einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit auf die Spur.

Meine Meinung:

Ich gebe es zu, ich habe meine Probleme mit Büchern von schwedischen Autoren – meistens schrecken mich diese Bücher ab, wenn irgendwelche Kringel o.ä. sich auf Buchstaben tummeln bzw. Namen etc. auftauchen, die ich noch nicht einmal aussprechen kann. Ziemlich schnell verliere ich dann nämlich den Überblick und den Spaß an dem jeweiligen Buch. Mit „Papierjunge“ habe ich mich an ein Werk, einer mir bisher unbekannten, schwedischen Autorin gewagt.

Zu Beginn dauerte es tatsächlich seine Zeit bis ich in der Geschichte drin war – leider kam mir zwischenzeitlich auch der Gedanke das Buch abzubrechen, denn irgendwie wurden wir nicht warm miteinander. Nach dem ersten Fragment jedoch, nahm alles Fahrt auf, sodass ich das Buch, trotz seiner fast 600 Seiten, ziemlich schnell beenden konnte.

Die beiden Hauptcharaktere Recht und Bergmann wirkten auf  mich leider etwas oberflächlich dargestellt – trotz mehrerer Einblicke in ihr privates Familienleben und Rückblicke auf ihre gemeinsame Zeit, konnten sie mich nicht wirklich packen.

Die Story an sich hingegen gefiel mir wirklich sehr gut – durch viele, sehr kurze Kapitel und einige Erzählstränge bzw. Sichtweisen, flogen die Seiten nur so dahin und meine Neugierde, wie sich der Fall nun auflöst wurde immer größer. Die Darstellung und Informationen bezüglich der politischen Hintergründe fand ich klasse und informativ. Der gut zu lesende Schreibstil rundete das Ganze ab.

Alles in allem ein gelungener Thriller – auch wenn es der 5. Teil des Ermittlerteams war, hatte ich an keinem Punkt der Geschichte das Gefühl, das mir irgendwelche Informationen aus vorherigen Teilen fehlten.  Ich fühlte mich gut unterhalten und das ist es im Endeffekt doch, was zählt.

Ich danke dem Limes Verlag sowie dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches.