Die Vermissten – Caroline Eriksson

Der Psychothriller „Die Vermissten“, geschrieben von Caroline Eriksson, erschien am 08.August 2016 im Penguin Verlag, umfasst 271 Seiten und kostet 13,00 EUR.

Zum Inhalt/Klappentext:

Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur … In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Meine Meinung:

Die komplette Gestaltung des Buches einschließlich des Covers gefällt mir richtig gut – das war es auch, was mich auf das Buch aufmerksam machte.

Die Geschichte startet vielversprechend – wir erleben die Geschichte aus Gretas Sicht. Als harmonische Familie machen Greta, Alex und Smilla einen Bootsausflug. Sie legen an einer Insel im See an und Alex und Smilla machen sich auf zu einer Erkundungstour, während Greta im Boot auf die beiden wartet. Nachdem einige Zeit vergangen ist und es langsam dunkel wird, wird Greta klar, dass Alex und Smilla verschwunden sind – Greta reagiert beunruhigt und macht sich auf die Suche.

Nach Lesen dieses ersten Teiles der Geschichte, dachte ich mir, dass es nun so richtig losgeht. Immerhin ließ mich die Bezeichnung „Psychothriller“ einiges erwarten.

Der Leser erfährt die Geschichte aus Gretas Sicht und ziemlich schnell wurde mir klar, dass irgendetwas nicht stimmt. Greta erschien mir eigentlich als recht starke Protagonistin, doch je mehr Einblicke man in ihre wirren Gedanken erhielt, umso weniger konnte ich diesen ersten Eindruck von ihr bestätigen. Im Endeffekt halten wir uns während des gesamten Buches sehr viel in Gretas Kopf bzw. in ihrer Gedankenwelt auf. Psychologisch gesehen fand ich dies ganz toll ausgearbeitet, denn die Fragezeichen in meinem Kopf wurden von Seite zu Seite immer größer. Der Leser kann erahnen, dass etwa schreckliches in Gretas Kindheit passiert sein muss, denn einige Rückblicke auf ihre Kindheit deuten dies an. Aber im Endeffekt zog es sich bis zum Ende durch, dass man nicht wirklich wusste, ob alles was passiert wirklich wahr ist, ob die Personen wirklich existieren, inwiefern Greta vielleicht krank ist oder ob es sich in eine ganz andere Richtung bewegt.

So flüssig der Schreibstil zu lesen war, so spannend, geheimnisvoll und zeitweise auch etwas angsteinflößend die Geschichte auf mich gewirkt hat, so sehr bleiben immer noch Fragezeichen bei mir zurück und so richtig begeistern bzw. überzeugen konnte mich die Geschichte leider nicht.

Alles in allem vergebe ich 3 Sterne für dieses Werk.

Ich danke dem Penguin Verlag sowie dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches.