Die verbotene Zeit – Claire Winter

Der Roman „Die verbotene Zeit“, geschrieben von Claire Winter erschien 2015 im Diana Verlag. Das Hardcover umfasst 573 Seiten und kostet neu 19,99 EUR.

Zum Inhalt:

1975:Carla hat nach einem schweren Autounfall einen Teil ihrer Erinnerungen verloren. Ihr Ehemann Tom meint zwar, es sei in der Zeit, an die sie sich nicht erinnert, nichts wichtiges geschehen, doch Carla glaubt ihm nicht. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und trifft auf den Reporter David Grant. Dieser behauptet, Carla wäre auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren ohne jegliche Spur verschwand. Carla ist durch den Gedächtnisverlust eingeschüchtert und weiß nicht mehr wem sie trauen und was sie glauben soll – sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Eltern in die 30er Jahre, denn dort scheinen wichtige Antworten auf sie zu warten…

1922: Edith und Dora könnten verschiedener nicht sein, die eine die Tochter aus gutem Hause, die andere Tochter eines Dienstmädchens. Sie wachsen gemeinsam auf und mehr und mehr entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden Mädchen. Beide verlieben sich und heiraten zu der Zeit, in der es für die Juden in Deutschland immer schwieriger wird. Hitler kommt an die Macht, Menschen müssen ihre Heimat verlassen und auch die innige Bindung der beiden Frauen wird auf eine harte Probe gestellt…

Meine Meinung:

Es war das erste Buch von dieser Autorin und das nächste liegt schon auf dem SUB bereit. Mir gefiel der Schreibstil sehr und ich fühlte mich wirklich in die Welt von Carla, Edith und Dora hineingezogen – nahezu gefesselt. Musste ich doch am Anfang mich immer mal wieder ein wenig orientieren, da die Autorin gerne die Perspektiven  und die Zeitebenen wechselte, habe ich die letzten 350 Seiten am Stück an einem Nachmittag verschlungen. Bis zum Schluss, genoss ich jede Seite – es  blieb spannend und geheimnisvoll. Auch regte es mich zum Nachdenken an – die Zeit während des 2. Weltkrieges scheint für einen jungen Menschen wie mich sehr weit weg und wenig real – Claire Winter schaffte es Bilder in meinem Kopf hervorzurufen und nochmals für die wohl dunkelte Zeit Deutschlands zu sensibilisieren.

Jeder der Charaktere war sehr gut ausgearbeitet, ich bekam zeitweise Herzklopfen, im nächsten Moment überkam mich ein eher bedrückendes Gefühl. So wie Edith und Dora immer wieder an ihre Grenzen gebracht wurden, wird auch der Leser zeitweise vor dieses „Problem“ gestellt . Der geschichtliche Hintergrund wird genauso weit beschrieben, wie nötig und durch den passenden Schreibstil, war das Buch für mich wie ein sehr guter Film.

Als Fazit kann ich sagen, dass dieses Buch alles hatte, was ich erwartet habe – Spannung, Romantik, Freundschaft, Liebe und ein guter Teil Geschichte. Sehr niveauvoll und fesseld.

Ich danke dem Diana Verlag und dem Bloggerportal, dass ich dieses grandiose Buch lesen durfte!

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