Der Wahnsinn den man Liebe nennt – Clara Römer

Der Roman „Der Wahnsinn den man Liebe nennt“, geschrieben von Clara Römer umfasst in der Taschenbuchausgabe 319 Seiten, ist im Diana Verlag erschienen und kostet neu 9,99 EUR.

Zum Inhalt:

Susa Bergmann erhält einen Anruf: ein Kühlschrank soll geliefert werden, den ihr Mann Wolf angeblich bestellt hat, jedoch an eine ihr unbekannte Adresse. Susa ist verwirrt – ist das alles nur ein Irrtum?! Kurzerhand sucht sie die Adresse auf, begegnet dort einer jungen Frau und ihrer kleinen Tochter – Susa weiß nicht mehr wo oben und unten ist, denn das kleine Mädchen hat enorme Ähnlichkeiten mit ihrem Ehemann…

Meine Meinung:

Ich hatte einen typischen Frauenroman erwartet und wurde wirklich überrascht. Das Buch ist süß – aber nicht zu süß. Dieser Eindruck entstand bei mir bereits durch das sehr schön gestaltete Buchcover.

Wir erleben eine sehr starke Protagonisten, die weiß was sie will. Schon ab den ersten Seiten leben und leiden wir mit Susa – ihre Geschichte ist keine kitschige Liebesgeschichte, sondern könnte so oder ähnlich jeder Frau auch in der Realität passieren. So sympathisch Susa mir direkt von Beginn an war, so unsympathisch war mir auch direkt Wolf – die Autorin hat es geschafft, dass ich direkt die schlechte Meinung von Susa bezüglich ihres Mannes unterschreiben konnte. Unsere Nebendarsteller der Geschichte runden das Gesamtpaket ab – Susas Mutter Romy erinnerte mich zeitweise an meine eigene Mama und brachte mich zum Schmunzeln.

Der locker leichte Schreibstil der Autorin machte es mir leicht, das Buch innerhalb kürzester Zeit auszulesen und weckte von Kapitel zu Kapitel meine Lust weiterzulesen und auch die Neugier, wie es weiter geht. Zwischendurch hatte ich mir hier und da schon ein Ende ausgemalt, doch immer wieder schafft es die Autorin eine unerwartete, auch spannende Wendung rein zubringen. Eine Geschichte, die auch das wahre Leben hätte schreiben können – der im Vordergrund stehende Ehebruch, Susas Verhältnis zu ihrer Mutter, die Sorgen der engsten Freunde und dann noch unerwartete neue, eigene Probleme – all dies kennt glaube ich jeder von uns. Umso beeindruckender fand ich, dass es die Autorin geschafft hat die Gefühle der Protagonisten so treffend darzustellen und mich als Leser wirklich mitfühlen zu lassen, aber auch zum Nachdenken anzuregen – immer wieder stellte ich persönlich mir die Frage, ob ich tatsächlich genauso gehandelt hätte..

Ich danke dem Diana Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

 

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