Anders – Anita Terpstra

Der Thriller „Anders“, geschrieben von Anita Terpstra, erschien am 15.08.2016 im Blavalet Verlag als Taschenbuch, umfasst 383 Seiten und kostet neu 9,99 EUR.

Zum Inhalt/Klappentext:

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

Meine Meinung:

So sehr mich das Cover und der Klappentext angesprochen haben, so sehr hatte ich Bedenken, ob ich nicht mit einer niederländischen Autorin ähnliche Probleme bekommen werde wie mit einer schwedischen. Weit gefehlt – „Anders“ ist wirklich anders und dies im positiven Sinne.

Sander Meester ist verschwunden, sein bester Freund wurde tot im Wald aufgefunden – sechs Jahre später kommt ein junger Mann zur Polizei und behauptet Sander Meeser zu sein – seine Familie wird benachrichtigt und dunkle Geheimnisse kommen nach und nach ans Tageslicht.

Zu Beginn war ich misstrauisch, jedoch schnell in der Story drin – auch wenn meiner Meinung nach einige Passagen kürzer gefasst auch gereicht hätten, konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen. Über die einzelnen Kapitel hinweg erleben wir die unterschiedlichen Sichtweisen der Familie Meester, wir bekommen Andeutungen bezüglich früherer Ereignisse und ich hatte das Gefühl, dass wenn ein Geheimnis gelüftet war, die Lösung neue Geheimnisse mit sich brachte. So sehr ich die Erzählungen aus den verschiedenen Sichten aufregend und spannend fand, so sehr war ich zwischendurch verwirrt und ahnungslos wie es weiter gehen kann bzw. wie sich alles zusammenfügt.

Schlussendlich ist es aber genau das, was einen guten Thriller ausmacht – bis zum Schluss hatte ich nahezu keine Ahnung in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird.

Die Darstellung der Protagonisten gefiel mir gut, der Schreibstil war in Ordnung – alles in allem ließ es sich gut und flüssig lesen. Besonders hervorzuheben finde ich, sind ein paar, kursiv kenntlich gemachte, Passagen – Rückblicke in die Vergangenheit, die mir als Leser zumindest gewisse Ahnungen beibrachten.

Der Titel ist hier schlussendlich Programm – so sehr ich Ahnungen hatte, so sehr wurde am Ende doch alles „Anders“.

Ich danke dem Blanvalet Verlag sowie dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches.